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Zeitgemäße Jugendarbeit im Verein gegen das „Null Bock“-Phänomen

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von am 31.08.2011 um 21:14 (1139 Hits)
  
Gezielte Kinder- und Jugendarbeit gewinnt in zahlreichen Vereinen zusehends an Bedeutung. Dabei ist es, im digitalen Zeitalter von Internet und weltweiter Vernetzung, oftmals gar nicht so einfach, den Nachwuchs zu begeistern und zu mobilisieren. Altbewährte Konzepte der Kinder- und Jugendarbeit im Verein vermögen der Zielgruppe dabei meist längst nicht mehr als nur ein müdes Schulterzucken zu entlocken.

Junge Mitglieder stehen für die Zukunft eines jeden Vereines, ganz egal ob es sich bei ihm um einen Sportverein, eine Musikkapelle oder er sich der Brauchtumspflege verschreiben hat. War es vor ein paar Jahren noch Gang und Gäbe, dass der Mitgliedernachwuchs in ausreichender Zahl Interesse an der aktiven Beteiligung am Vereinsleben hatte, ist es heutzutage für viele Vereine schwierig, Kinder und Jugendliche zu begeistern.

Junge Menschen sind nicht nur bedeutend selbstbewusster, als dies noch vor einer Generation der Fall war, sondern mangels Auswahl auch deutlich anspruchsvoller in der Wahl ihrer Freizeitaktivitäten. War es vor ein/zwei Jahrzehnten durchaus noch üblich, dem Erfahrungsschatz älterer Menschen nahezu blindlings zu vertrauen und diesen nicht in Frage zu stellen, so sorgt das neue Selbstbewusstsein durchaus auch für kritische Auseinandersetzung. Hier gilt es für alle Seiten, diese Auseinandersetzung nicht als persönliche Infragestellung, sondern vielmehr als Instrument einer konstruktiven Weiterentwicklung zu betrachten, damit alle Beteiligten nachhaltig davon profitieren können.

Wie wird Jugendarbeit bei Ihnen im Verein gehandhabt? Gibt für Jugendliche die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung? Welche Tipps, Ratschläge und Erfahrungen für einen erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit im Verein haben Sie auf Lager?

Kommentare

  1. Mitgliederbild von Kaedli
    Ich selbst leite die Gruppe der kleinen Garde und kleinen Elferräte (4-9 Jahre) in unserer Zunft.
    Wir treten an unseren Bunten Abenden mit einem Tanz auf. Für diesen Tanz beginnen die Proben schon Ende September, was heißt, dass wir fast ein halbes Jahr einmal die Woche zusammen trainieren. Im Dezember kommt dann noch der Nikolaus zu unserer Weihnachtsfeier.
    Kurz nach der Fasent gehen wir zusammen ins Kino, im Frühjahr/Sommer bereiten wir ein Spielnachmittag vor und dann ist alle zwei Jahre vom Verband aus im Sommer noch ein Kindertag. Somit verlieren sich die Kinder nicht aus den Augen und werden das ganze Jahr in den Verein integriert.
    Natürlich bedeutet das auch viel Aufopferung von Freizeit für die Betreuer.

    Als ich die Gruppe übernahm tanzten wir auf Märsche, dieses Jahr hatten wir mal etwas flotteres (Carneval de Paris von Safri Duo) genommen und siehe da: die Kinder waren Feuer und Flamme, an den Proben waren fast immer alle anwesend. Der Applaus vom Publikum war natürlich auch entsprechend, was die Kinder auch wieder aufbaute.
    Was ich damit sagen will ist: dass wenn man ein bisschen auf die Wünsche der Kinder eingeht, erreicht man schon viel. Übertreiben soll man es natürlich nicht ;-)
  2. Mitgliederbild von doggie
    Ich stelle leider immer wieder fest, dass es teilweise nicht am Null-Bock der Kinder und Jugendlichen liegt, sondern am fehlenden Engagement der Erwachsenen sich mit ihnen zu beschäftigen!!!