Hallo liebe Narren und auch Narrenfreunde,

wir die Heidenheimer Felsenhexen sind noch ein recht junger Verein. Aber dennoch gibt es in unserer Stadtgeschichte eine Sage und auch einen historischen Hintergrund in Bezug auf Hexen.
Ich habe mir einfach mal gedacht ich stelle für Leute die sich dafür interessieren die Sage und auch den historischen Hintergrund hier ein. Des weiteren begründet sich hieraus auch unser Schlachtruf Felsahex.....werd zom Stoi!!!
Also viel Spaß beim lesen

Die Sage vom Hexenfelsen
In unserer Gegend gibt es viele Felsformationen, die die Menschen zur Entstehung von Sagen angeregt haben. Eine weise Frau, mit geheimem Wissen über Kräutersaft und -sud soll hier gelebt haben. Naturkundigen Frauen wurden damals häufig Zauberkünste angedichtet. Sie wurden als "Hexen" bezeichnet. Ein Zauberer, so die Sage, ist auf Ihre Künste neidisch geworden und verlangte die Preisgabe ihrer Künste. Nachdem sie sich geweigert hatte geriet der Zauberer in Wut. Im Kampf mit der weisen Frau stürzte der Zauberer sie vom Plateau hinunter. Dort unten soll sie zu Stein erstarrt sein. Seither, so will die Sage wissen, treffen sich allwöchentlich die "Hexen" am "Hexenfelsen". Besonders bunt treiben sie es angeblich in den "Zwölfnächten" (d.s. die zwölf Nächte der Wintersonnwende).


Der traurige Hintergrund dieser "Hexen"-Geschichten sind tatsächliche Geschehnisse im Heidenheim des 17. Jahrhunderts. Unschuldige Frauen wurden hier in Heidenheim Opfer des "Hexen"-wahns: 1607 wurde Maria Öchslin auf dem Scheiterhaufen verbrannt. 1608 Maria Groß und weitere "drei Weibspersonen". 1614 wird sogar eine Achtjährige angeklagt, die allerdings fliehen konnte. 1626 wird Anna Lutz verbrannt. 1629 eine Frau Feurer "mit Steinen zu Tode geworfen". 1632 Katharina Lutz hingerichtet. Dazu kamen weitere Fälle von Folterungen, die ohne Verbrennung endeten. Der letzte Fall von "Hexen"wahn war bei uns im Jahr 1735.